Selbstständigkeit
Das Fördern der Selbstständigkeit, der Motivation und Phantasie der Kinder
Enscheidungen und Konfliktlösungen
Die Befähigung des Kindes an Entscheidungen und Konfliktlösungen während des Kindergruppenalltags aktiv teilzunehmen und sich in einer Gruppe wohlzufühlen
Selbstvertrauen
Die Stärkung des Selbstvertrauens der Kinder und das Gefühl zu vermitteln, das jedes akzeptiert und geliebt wird
- Unsere pädagogischen Prinzipien und ihre Umsetzung im Kindergartenalltag
Die pädagogische Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung (BEP).* Unsere pädagogische Überzeugung ist, dass Kinder Zeit und Raum brauchen, um sich zu entwickeln. Dabei sollen sie in ihrer Individualität geachtet werden und ohne Druck heranwachsen, um ihren Charakter und ihre Neigungen frei entwickeln zu können. In unserer pädagogischen Arbeit steht daher das Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Sein schöpferischer Wille soll gefördert werden. Unsere Erzieher:innen verstehen sich als Partner:innen und Begleiter:innen. In ihrer Arbeit fließen verschiedene Ansätze (z.B. der situationsbezogene Ansatz) ein, ohne dass wir uns dabei auf eine pädagogische Richtung festlegen. Unser Konzept entwickeln wir dabei kontinuierlich weiter.
Altersgemischte Gruppe
Da in der heutigen Zeit immer mehr Kinder in Kleinfamilien oder allein mit nur einem Elternteil aufwachsen, ist es unser Anliegen, die Kinder in einer altersgemischten Gruppe zu betreuen, wobei wir auf eine ausgewogene Altersdurchmischung achten. Dadurch bieten wir unseren Familien und Kindern ohne Wechsel der Betreuungseinrichtung eine kontinuierliche Betreuung vom Kleinkindalter bis zum Grundschulalter an. Die Kinder können miteinander aufwachsen, langjährige Freundschaften schließen und sich in vertrautem Raum auch außerhalb der Familie längerfristig wohl fühlen. In diesem vertrauten Raum haben die Kinder die Möglichkeiten, sowohl ihre Ich- Kompetenz zu erweitern als auch den Umgang mit anderen zu üben (soziale Kompetenz). Durch vielfältige Erfahrungen nimmt sich das Kind in der Gruppe wahr, es lernt, Konflikte selbst zu bewältigen und eigene Lösungen zu finden. Es werden Regeln zusammen aufgestellt, die Vertrauen und Sicherheit bieten. Die Kinder entwickeln Beziehungen zueinander, in denen sie von und miteinander lernen. Sie lernen, sich selbst zu organisieren und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
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*Vgl. http://www.ifp.bayern.de/projekte/curricula/BayBEP.php
Die Möglichkeit für Geschwisterkinder, in der gleichen Einrichtung betreut zu werden, ist eine wertvolle Bereicherung für alle Kinder. Viele Aktivitäten werden gemeinsam durchgeführt; die Gruppe wird aber auch immer wieder geteilt und es werden verschiedenste, altersspezifische Angebote und Ausflüge gemacht. Es ist uns wichtig, dass die Kinder nie überfordert werden, sondern Schritt für Schritt ihren Horizont erweitern können und lernen mit Vorfreude neuen Herausforderungen entgegen zu treten.
Sprache und Sprachentwicklung
Jedes Kind soll sich im Rahmen seiner Möglichkeiten äußern können. Nur so kann es Kontakte knüpfen, seine Umgebung verstehen und seine Gefühle mitteilen. Die Basis für die Sprachentwicklung bilden eine ausgewogene Motorik, die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung, ein gutes Hörvermögen und Sprachverständnis. Die sprachliche Umgebung ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Spracherwerb. Wir stärken die Sprache und Sprachentwicklung durch Kreis – und Singspiele, freies Erzählen, Puppen- und Rollenspiele, Kinderreime, und Fingerspiele oder rhythmische Übungen sowie durch korrekte Sprachvorbilder. Wir unterstützen dabei auch gezielt den Spracherwerb von Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Natur und Umwelt
Die Kinder sollen ihrer Entwicklung entsprechend Interesse und Liebe für ihre natürliche Umwelt entwickeln und sich selbst als Teil der Natur begreifen, elementare Kenntnis über biologische und ökologische Zusammenhänge (z.B. Jahreszeitenkreislauf) erwerben und zunehmend bereit sein, Verantwortung für sich, ihre Umwelt und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Die Verwirklichung dieser Ziele wird auf verschiedenen Wegen angestrebt:
- Bei unseren regelmäßigen Ausflügen im Hirschgarten verbringen dort die Kinderden Vormittag, wo sie meist Zeit im bewaldeten Teil des Parks (dem sogenannten ,,Wäldchen“) verbringen, den Spielplatz besuchen und die Hirsche füttern. Sie haben dabei die Möglichkeit, die gleiche Umgebung im jahreszeitlichen Wandel zu erleben.
- Bei der Gartenarbeit an unserem Hochbeet pflanzen die Kinder Kräuter und Blumen
und können die Entwicklung der Pflanzen beobachten und die Kräuter verzehren
Durch den Besuch auf dem Wochenmarkt (z.B. zu Erntedank) entdecken die Kinder unterschiedliche Obst und Gemüsesorten und erfahren dabei woher die Lebensmitten kommen.
- Bei Ausflügen und den angrenzenden Spielplätzen haben die Kinder das Jahr über die Möglichkeit, frei in der Natur zu spielen.
- Für die älteren Kinder bieten wir im Sommer eine Bauernhoffahrt mit zwei Übernachtungen an. Die Kinder dürfen bei der Arbeit auf dem Bauernhof helfen, können die Bauernhoftiere beobachten, kennenlernen und füttern. Sie haben die Möglichkeit auf den Pferden zu reiten und erfahren auch mehr über die Herstellung von Nahrungsmitteln.
- Wir legen viel Wert darauf, dass die Kinder viel Zeit im Freien verbringen.
- Zur Umwelterziehung gehört auch, dass die Kinder lernen, sich im Straßenverkehr sicher zu bewegen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
Ernährung und Gesundheit
- In der Einrichtung wird den Kindern eine ausgewogene und gesunde Kost geboten. Frühstück, Mittagessen und Brotzeit werden jeweils gemeinsam eingenommen. Das Mittagessen wird täglich und abwechselnd von den Eltern zubereitet.
- Zur Gesunderhaltung des Körpers zählt neben der gesunden Ernährung und der regelmäßigen sportlichen Betätigung (s. folgendes Unterkapitel) auch die Körperhygiene, wie z.B. das Zähneputzen und Hände waschen nach dem Mittagessen und der regelmäßige Besuch der ,,Zahnfee“.
Körper und Bewegung
Bewegung ist nicht nur eine der frühesten Entwicklungsaufgaben, sondern auch ein Grundbedürfnis aller Kinder. Wir unterstützen den Bewegungsdrang der Kinder durch folgende Angebote:
- Unsere älteren Kinder ab vier Jahren gehen regelmäßig in einer Kleingruppe mit mind. 1 Person aus dem Betreuer-Team Schwimmen
- Einmal wöchentlich gehen alle Kinder zum Turnen in eine Turnhalle in der Umgebung.
- Wir nutzen die vielfältigen Möglichkeiten zur Bewegung im Freien, Besonders beliebt sind die in der Nähe liegenden Spielplätze und zu den Schlittenhügeln der Umgebung im Winter, und der Pfarrwiese.
Selbständigkeit und vorbereitete Umgebung
Der Kindergartenalltag bietet den Kindern viele Möglichkeiten, alltägliche Fähigkeiten zu erwerben um diese einzusetzen. Hierzu schaffen wir eine anregende Umgebung, die individuelles Lernen nach eigenem Tempo ermöglicht und den Entwicklungsphasen des Kindes gerecht wird.
Musik
Musikalische Angebote wie Singen, Tanzen, und Instrumentalspiel sollen den Kindern die Möglichkeit geben, mit Musik vertraut zu werden sowie ihre Musikalität zu entdecken und entwickeln. Mittels Interaktions- und Kommunikationsspielen oder Klanggeschichten erleben die Kinder Musik mit allen Sinnen und entwickeln Freude daran. Wir werden hierbei einmal pro Woche von einer qualifizierten Musik und Tanzpädagogin unterstützt.
Zu besonderen Anlässe, wie z.B. am Weihnachts- oder Mama- und- Papa-Fest, werden für die Eltern kleine Aufführungen mit Tanz und Gesang sowie das vortragen von Gedichten von den Kindern mit großer Freude eingeübt und präsentiert.
Künstlerischer und handwerklicher Bereich
Kinder beginnen von sich aus früh zu zeichnen, zu malen, zu formen und sich mit Material auseinander zu setzen, um Gesehenes und Erlebtes nonverbal zu gestalten und zu verarbeiten. Ästhetisches Lernen im Elementarbereich entwickelt sich spielerisch und knüpft an den konkreten Erfahrungen und Bedürfnissen des Kindes an. Unser Kindergarten hat einen gut ausgestatteten Kreativraum, in dem die Kinder die Möglichkeit haben, sich selbständig kreativ zu betätigen, z.B. zu malen, schneiden, kleben, basteln, weben, flechten, sticken und zu kneten. Außerdem bieten wir den Kindern die Möglichkeit unter Anleitung an der Werkbank mit Holz zu arbeiten
Interkulturalität und Integration des ,,Anderssein“
Die Begegnung der Kulturen ist ein wichtiges Anliegen der Eltern- Kind-Initiative Zipfelmützen e.V. Dies ist eine Bereicherung für unsere Kinder. Sie erhalten so im gemeinsamen Alltag die Chance, über den selbstverständlichen Umgang mit Gleichaltrigen aus jeweils anderen Kulturkreisen Respekt vor der Andersartigkeit und der Vielfalt des Menschlichen Seins zu lernen.
Feiern und Feste
Das Kindergartenjahr wird durch verschiedene jährliche wiederkehrende, traditionelle und weniger traditionelle Feste strukturiert.
- Im September feiern wir das Wiesnfest mit Dirndl, Lederhose und passender Musik sowie einen Besuch auf das Oktoberfest, der Wiesnbesuch findet ohne die Kinder statt, die sich noch in der Eingewöhnung befinden.
- Im Oktober feiern wir Erntedank mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt und von den Kindern selbst gekochter Gemüsesuppe.
- Im November feiern wir mit den Eltern und Geschwistern das Laternenfest mit einem Laternenumzug durch die Nachbarschaft oder Hirschgarten.
- Im Dezember kommt der Nikolaus zu uns in den Kindergarten und es findet unsere Weihnachtsfeier mit Eltern und Geschwistern statt.
- Im Frühjahr feiern wir das Kuscheltierfest, bei dem die Kinder mit ihren Kuscheltieren eine Anzahl an vorbereiteten Aufgaben bewältigen.
- Zur Faschingszeit findet unsere Verkleidungswoche mit Pyjamaparty und unser Faschingsfest statt.
- An Ostern kommt der Osterhase und versteckt Nester auf der Pfarrwiese.
- Im Mai findet das Mama-und-Papa-Fest mit einer Aufführung für die Eltern statt.
- Im Juni feiern wir Midsommar.
- Im Frühsommer findet eine Kiga-Übernachtung für die älteren Kinder statt, als Vorbereitung auf die Bauernhofreise.
- Im Juli feiern wir mit Eltern und Geschwistern bei einem Sommerfest die Verabschiedung der Schulkinder und den Abschluss des Kindergartenjahres
Im ganzen Jahr feiern wir die Geburtstage unserer Kinder und unseres Teams. Dabei backen die Kinder auf Wunsch einen Kuchen für das Geburtstagskind und die Gruppe.
2. Wochenablauf der Zipfelmützen
Um alle wichtigen Bereiche des Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) umzusetzen, haben wir für jeden Wochentag einen anderen Schwerpunkt gesetzt. Dies gibt auch den Kindern Sicherheit, Struktur und die Möglichkeit den Verlauf der Woche aktiv zu folgen.
Montag
Am Montag findet im Morgenkreis immer der Erzählkreis statt. Die Kinder können vom Wochenende erzählen und haben dabei die Gelegenheit, Erlebtes nochmals ins Bewusstsein zu rücken. Zudem ist jeden Montag auch der ,,Spielzeugtag“, an dem die Kinder ein Spielzeug oder ein Buch mit in den Kindergarten bringen dürfen.
Dienstag
Am Dienstag findet jeweils die Vorschule statt (ausgenommen in den Ferien) oder es werden Ausflüge z.B. ins Museum, Theater, Hirschgarten oder Olympiapark unternommen.
Mittwoch
Am Mittwoch kommt eine Musikpädagogin für zwei Stunden in den Kindergarten und bietet den Kindern in zwei Gruppen (zuerst die jüngeren Kinder und dann die älteren Kinder ) altersgerechte musikalische Angebote an.
Donnerstag
Am Donnerstag findet unser Schwimmunterricht statt für die größeren Kinder ab 4 Jahren statt. Eine kleine Gruppe von max. 6 Kindern fährt mit min 1 Betreuer:innen in ein nahegelegenes städtisches Schwimmbad. Dort werden die Kinder animiert, das Element Wasser mit allen Sinnen zu entdecken und können erste Schwimmversuche wagen. Für die im Kindergarten zurück gebliebenen Kinder wird ein alternatives Angebot gemacht.
Freitag
Am Freitag findet unser Wochen-Reflektionskreis statt. Die Kinder reflektieren gemeinsam die Woche und haben die Möglichkeit, Wünsche für den Tagesablauf zu äußern wie z.B. mehr Freispiel, Zeit im Freien zu verbringen oder besondere Angebote. Außerdem geben wir den Kindern die Möglichkeit zu sagen was Ihnen in der vergangenen Woche gefallen bzw. nicht gefallen hat. Zusätzlich findet das Turnen in der Turnhalle statt.
- Tagesablauf
Die Öffnungszeiten der Zipfelmützen sind: Mo, Mi, und Freitag von 8:00 – 15:00 Uhr und Di. und Do. von 8:00 – 15:30 Uhr. Die Bringzeit ist jeweils bis 9:00 Uhr. Ab 9:15 Uhr findet unser gemeinsames Frühstück statt.
Der Kindergartentag startet nach dem Frühstück mit dem Morgenkreis. Im Morgenkreis singen die Kinder gemeinsam mit dem pädagogischen Betreuerteam, besprechen aktuelle Themen und machen Gruppenspiele. Nach dem Morgenkreis beginnen die verschiedenen Angebote laut Wochenplan.
Das Mittagessen findet von ca.12:30 Uhr bis 13:30 Uhr statt. Danach werden sich die Zähne geputzt und es beginnt die Ruhezeit. Die Mittagspause ist auch für die größeren Kinder eine ,,Ruhezeit“. Sie beschäftigen sich leise mit ruhigen Spielen, sie malen und Basteln oder bekommen etwas vorgelesen.
Nach der Ruhezeit beginnt die Abholzeit, die manchmal auch draußen stattfinden kann, da wir uns eventuell draußen befinden (Pfarrwiese)
- Eingewöhnung
Für die Kinder, aber auch für die Eltern ist die Eingewöhnungszeit eine anspruchs- und teilweise stressvolle Zeit, die mit Trennungsschmerz verbunden sein kann. Deshalb nehmen wir uns dafür bewusst viel Zeit. Die Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf eine neue Umgebung. Die einen wenden sich zögernd und vorsichtig, die anderen ohne Bedenken und energisch allem Neuen zu. Wesentlich ist für uns eine Orientierung an der Bereitschaft des Kindes, die Schritte auf dem Weg in die neue Situation zu akzeptieren.
Wir gestalten Übergänge, wie den Wechsel von Kindergarten zur Schule, nach dem Transitionsansatz: Kinder, Eltern und Fachkräfte werden einbezogen, um den Übergang sicher, unterstützend und Kindgerecht zu begleiten.
- Beobachtung und Entwicklungsbegleitung
Die Beobachtung der Kinder ist ein wichtiges Instrument unserer Arbeit und bildet die Grundlage für die Entwicklungsbegleitung der Kinder und das pädagogische Handeln.
Wahrnehmende Beobachtung
Hierzu gehört das ständige aufmerksame Zuhören und Zusehen im alltäglichen Kindergartenablauf, um das einzelne Kind besser kennenzulernen und um dessen individuelle Verhaltensweisen und Bedürfnisse wahrnehmen zu können. Anhand dessen können wir Schlüsse über das Wohlbefinden des Kindes, seine sozialen Kontakte und seine Interessen ziehen und davon ausgehend Impulse für die Kindlichen Bildungsprozesse setzen.
Strukturierte Beobachtung / Perik
In regelmäßigen Abständen führt das pädagogische Team gezielte Beobachtungen durch, in denen Handlungssequenzen der Kinder in Alltagssituationen festgehalten und reflektiert werden. Hierbei orientieren wir uns am Beobachtungsbogen ,,Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag“ (PERIK). Anhand der Beobachtungsbögen von Sismik und Seldak wird die Sprachentwicklung der Kinder dokumentiert und begleitet.
Portfolio
Wir erstellen sogenannte Portfolio- Mappen, um Lernprozesse zu begleiten und die Entwicklung der Kinder darzustellen. Die Portfolio-Mappen sind gezielte Zusammenstellungen aus Schrift- und Bilddokumenten (z.B. Erzählungen der Kinder, Lerngeschichten, Fotos) und Werken der Kinder (z.B. Zeichnungen). Diese spiegeln deren Stärken und Interessen wider und machen die Erweiterung der Kenntnisse und Kompetenzen sichtbar.
Entwicklungsgespräche
Die Ergebnisse unserer umfassenden Beobachtungen bilden die Grundlage unserer mindestens einmal jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Thematische Schwerpunkte dieser Elterngespräche bilden das Sozialverhalten, die Grob- und Feinmotorik, die sprachliche und kognitive Entwicklung und Interessensbereiche der Kinder. Im Rahmen der Entwicklungsgespräche vereinbaren wir gemeinsam mit den Eltern Ziele bzgl. der weiteren Entwicklungsbegleitung Ihrer Kinder. (z.B. Vermitteln des selbständigen An- und Ausziehens oder Aufzeigen von Alternativen zu körperlichen Auseinandersetzungen)
Neben den jährlichen Entwicklungsgesprächen wird eine permanente proaktive Kommunikation zwischen den Eltern und dem pädagogischen Team gelebt und angestrebt.
Dokumentation
Unsere pädagogische Arbeit wird in unterschiedlicher Form dokumentiert. Beispielsweise werden: gemeinsam mit den Kindern Fotocollagen von thematischen Projekten, Ausflügen oder Festen, gestaltet, die in den Räumlichkeiten des Kindergartens aufgehängt werden.
- Vorschulkonzept
Uns ist es wichtig, ein möglichst vielfältiges, abwechslungsreiches und ausgewogenes Vorschulprogramm durchzuführen. Folgende Kompetenzen stehen dabei im Fokus:
Kognitiver Bereich
- Sprachkompetenz: fehlerfreie Aussprache, bekannte Ereignisse und Geschichten Richtig wiedergeben, Fragen und Antworten in ganzen Sätzen formulieren, eigene oder neue Geschichten erzählen, Aufgabenstellungen verstehen.Mathematische Grundfertigkeiten: bis 20 zählen, die Ziffern und Mengen von 0 bis 9 begreifen.
- Rechts und links unterscheiden
- Zusammenhänge herstellen
- Grundfarben erkennen und benennen können
Fein- und grobmotorischer Bereich
- Sicherer Umgang mit der Schere (gerade Linien schneiden)
- Einzelne Buchstaben, Zahlen, und den eigenen Namen schreiben
- Stifte richtig zwischen Zeigefinger und Daumen halten
- Treppen auf und absteigen mit Beinwechsel und freihändig
- Balancieren
- Vorwärts und Rückwärtsrolle
Sozialer Bereich:
- Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen aufnehmen
- Einfühlungsvermögen entwickeln
- Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nehmen
- Kontakt und Kommunikationsfähigkeit
- Konfliktlösungskompetenz
Emotionaler Bereich:
- Eigene Gemütszustände ausdrücken (Kummer, Müdigkeit, Erschöpfung, Freude, Wut)
Praktische Durchführung der Vorschule
Die Vorschule findet einmal in der Woche statt und dauert 45 bis 60 Minuten. Folgende Aktivitäten werden dabei mit den Kindern durchgeführt:
- Verkehrserziehung mit der Polizei
- Bearbeitung von Übungsblättern (Zahlen, Buchstaben, Farben)
- Lieder singen / Texte lernen
- Durchführung von Experimenten
- Projektbezogenes Arbeiten zu verschiedenen Themen (Farben, Gefühle, Tiere u.a.).
Es werden in regelmäßigen Abständen Elterngespräche zu den Entwicklungsständen der Vorschulkinder angeboten. Außerdem steht ein Besuch in der Grundschule an, um den Kindern einen Eindruck zu vermitteln. Wir stehen in engem Kontakt mit den angrenzenden Sprengelschulen. In diesem Rahmen gibt es auch ein Schulwegtraining in Zusammenarbeit mit der Polizei in Neuhausen. Diese begleitet die Kinder auf ihrem zukünftigen Schulweg und gibt viele Praxisbezogene Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr.
- Kinderschutzkonzept
Wir sehen den Kinderschutzauftrag, d.h. die gesunde Entwicklung von Kindern zu fördern und den Schutz der Kinder vor psychischen und physischen Verletzungen zu gewährleisten, als Grundvoraussetzung unserer pädagogischen Arbeit. Eines unserer wichtigsten Ziele zum Schutz der Kinder ist die Ich-Stärkung eines jeden Kindes. Nur wenn ein Kind lernt, was es mag oder nicht, wenn es lernt zu unterscheiden, was gut und schlecht für es ist, kann es in Krisensituationen richtig handeln. Hierfür gibt es eine Kindersprechstunde. Die Kinder haben darin die Möglichkeit, Wünsche zu äußern oder Kritik zu üben. Wir fördern die Fähigkeit der Kinder, Körpersprache zu lesen und zu verstehen, z.B. durch Rollenspiele. Die Kinder sollen dabei lernen, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Das pädagogische Team unterstützt die Kinder dabei, Ihre Bedürfnisse in jeder Situation klar zu äußern. In der Einrichtung gibt es zusätzlich einen Leitfaden, der als Handlungsanleitung bei einem akuten Verdachtsfall von Kindeswohlgefährdung dient. Dieser ist auch Bestandteil unseres ausführlichen einrichtungsspezifischen Kinderschutzkonzepts. Außerdem gibt es in der Einrichtung eine:n Kinderschutzbeauftragte:n aus der Elternschaft. Diese ist dafür verantwortlich zusammen mit dem Team das Kinderschutzkonzept aktuell zu halten und ggf. zu ergänzen. Bei Fragen, Zweifeln etc. können die Eltern auf die Die/den Kinderschutzbeauftrage/n zugehen.
- Qualitätsmanagement
Zur Qualitätssicherung finden regelmäßige Teambesprechungen statt, in denen pädagogische Aktivitäten geplant und organisiert und Fallbesprechungen durchgeführt werden. Mehrmals im Jahr gibt es Supervisionen zu fachlichen sowie zu teamrelevanten Themen. Mitarbeitergespräche finden einmal jährlich statt. Zudem steht der Vorstand mit dem Team im ständigen Austausch. Regelmäßig finden Elternabende statt, in denen die pädagogische Arbeit und organisatorische Abläufe besprochen werden.
- Elternarbeit
Die aktive Mitarbeit aller Eltern ist eine notwendige Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf und die erfolgreiche Arbeit unserer Elterninitiative. Die Eltern übernehmen ehrenamtliche alle Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Auch der Vorstand wird aus der Elternschaft gewählt. Weitere anfallende Arbeiten werden gleichmäßig auf die Elternschaft verteilt (z.B. Einkaufsdienst, Elterndienste bei Ausfall vom päd. Team)
- Förderung
Die Zipfelmützen e.V. sind eine nach BayKiBiG und von der Landeshauptstadt München zusätzlich nach dem EKI- Model geförderte Elterninitiative.
